Rollator aus Carbon

Ein Rollator aus Carbon besticht durch seine extreme Steifigkeit und eine sehr lange Haltbarkeit. Zudem ist er extrem leicht, aber auch teuer. Deshalb sollten Sie auch besonders auf die Eigenschaften achten, wie bei jedem anderen Rollator auch. Ich meine hiermit nicht die Eigenschaften des Rollators an sich, sondern die Eigenschaften Ihnen gegenüber. Denn wenn Sie solch einen Rollator aus Carbon nicht zum Beispiel auf Ihre Körpergröße abgestimmt kaufen, werden Sie damit auf Dauer nicht lange Freude haben.

Carbon ist ein Material, das ursprünglich für die Raumfahrt entwickelt wurde. Das ist ja auch klar: Das Material mußte unglaublich stabil sein und sollte möglichst wenig wiegen. Später wurde es dann auch bei Artikeln für den Leistungssport eingesetzt, aus denselben Gründen. Im Motorsport, speziell bei der Formel Eins, ist Carbon gar nicht mehr wegzudenken.

Ein Rollator aus Carbon

Einen kompletten Rollator, der nur aus Karbon besteht, wird es natürlich nicht geben. Denn immerhin der Sitz sollte doch gepolstert sein, und auch Zubehör wie ein Korb oder Stockhalter profitieren nicht wirklich von Leichtigkeit und Festigkeit. Das würde nur den Preis nach oben treiben.

Aber für das ganze Gestell ist Carbon als Material schon sinnvoll. Diese Rollatoren sind sehr verwindungsfest und steif, hier haben auch schwere Menschen kaum Probleme, sich damit zu bewegen. Auch das Gewicht kann durch Karbon gegenüber Aluminium noch einmal gesenkt werden. Das hat vor allem Vorteile, wenn Sie den Rollator im eigenen Pkw transportieren und dort verladen wollen.

Auch wenn Hindernisse auf der Straße überwunden werden müssen, macht sich Carbon positiv bemerkbar. Ich bin ja eigentlich ein Freund des „leichten Rollators„, aber viele überzeugen mich nicht wirklich. Ob die Rohre aus dünnem Stahl hergestellt werden oder aus Aluminium: Je leichter, desto mehr verwindet sich der Rollator beim täglichem Gebrauch.


Der leichte Rollator

Wenn man sich die ersten Rollatoren anschaut, wird man die Entwicklung sicherlich gut finden. Die waren breit, schwer, meistens unhandlich und schlecht zu falten (wenn überhaupt) und dazu noch ziemlich teuer. Da der Bedarf an Gehhilfen aber von Jahr zu Jahr zunimmt, hat natürlich auch die Industrie reagiert.

Moderne Rollatoren sind heute oft aus Aluminium, leicht und mit einer Hand ganz schnell zu falten. Damit können sie auf Reisen mitgenommen werden, ohne viel Platz zu beanspruchen. Oder einfach in die Wohnung transportiert werden. Sicherlich, 6 bis 7 Kilo sind für einen schwachen Menschen immer noch eine große Herausforderung. Aber immerhin weniger als die 12 bis 15 Kilo Rollatoren aus der Anfangszeit.

Wenn man sich die Preise der heutigen Rollatoren ansieht, wird man feststellen, daß sie in den letzten Jahren immer günstiger geworden sind. Deshalb ist es nicht verwunderlich, daß sich viele Senioren zwei Rollatoren zulegen: Einen größeren, stabilen für die Straße (zum Einkaufen, spazieren gehen oder für Besorgungen), und einen kleineren, schmalen Rollator für die Wohnung. Der ist dann ist der Ausstattung etwas spartanischer ausgelegt (wer braucht schon in der Wohnung einen Sitz, Beleuchtung, Reflektoren oder einen Einkaufskorb), gibt aber Sicherheit, um sich in der Wohnung zu bewegen. Vom Wohnzimmer zur Küche, ins Bad, auf die Toilette, bei Gartenbesitzer auch zum Briefkasten: Alles das ist mit der Sicherheit einer Gehhilfe wie dem Rollator viel sicherer 8und einfacher zu bewerkstellige. Ohne ihn würde vieles nicht mehr gehen, und Sie würden immer auf fremde Hilfe angewiesen sein.

Gut, daß es die Rollatoren gibt!





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