Rollator für den Garten

Ein Rollator für den Garten? Das ist gar nicht einmal so ungewöhnlich, wie man vielleicht denken könnte. Denn gerade bei der Gartenarbeit wird den Beinen viel zugemutet: Man ist ständig in Bewegung, muß einige Dinge transportieren und ein Sitzplatz ist auch nicht immer genau dort vorhanden, wo man etwas ausruhen möchte.

Nun ist es sicherlich nicht ratsam, den Rollator für die Wohnung auch im Garten zu nutzen. Hier sind die Anforderungen natürlich ganz anders. Die Wege sind nicht immer eben, deshalb hat der Wohnungsrollator schon alleine wegen seiner kleinen Räder kaum eine Chance.

Ein Rollator für den Garten

Rollator im Garten: manchmal eine große Hilfe

Eines vorneweg: Wer schon so unsicher ist, daß er mit beiden Händen ständig am Rollator bleiben muß, der kann keine größeren Gartenarbeiten mehr ausführen. Mit Spaten, Grabegabel oder Harke den Garten bearbeiten: Das wird nicht mehr gelingen. Aber einige kleinere Arbeiten sind mithilfe der Gehhilfe trotzdem noch zu schaffen.

Man könnte sich zum Beispiel um seine Blumenrabatte oder Rosen kümmern. Verblühtes Material läßt sich auch mit einer Hand noch entfernen und gut im Korb des Rollators transportieren. Sie sollten jetzt nicht lachen: Genau so hat es meine Mutter gemacht, ehe selbst das nicht mehr ging. Einen ganzen Sommer lang, immer mit dem Rollator in ihrem kleinen Vorgarten.

Dazu müssen natürlich die Wege so ausgelegt sein, daß es keine Hindernisse gibt. Gehwegplatten waren am besten geeignet, ihre hilfreichen Kinder haben den Vorgarten in einer Wochenendaktion dahingehend umgebaut. Allerdings war zu diesem Zeitpunkt auch ein spezieller Rollator für den Garten vorhanden, sodaß man sich nach diesem Maß richten konnte.

Spezieller Rollator?

Nun werden Sie sicherlich denken, daß dafür ein spezieller, teurer neuer Rollator angeschafft werden mußte. Weit gefehlt! Natürlich war der extra schmaler Rollator, den sie in der Wohnung nutzte, für draußen überhaupt nicht geeignet: Räder zu klein, kein Sitz, viel zu schmal.

Der Rollator, den sie jetzt für ihren Vorgarten benutzte, war ein relativ einfaches Gerät. Einzig auf das Gewicht haben wir dann doch geachtet: Auch wenn die Wege relativ eben waren, hatte Mutter doch nicht mehr so viel Kraft in den Armen, um sich leicht bewegen zu können.

Also: Große Räder, ein Transportkorb (hier besser als eine Tasche), und natürlich eine Sitzgelegenheit. Denn plötzliches Ermatten kommt immer gerade dann, wenn sie von der Sitzgarnitur im Vorgarten weit entfernt war. So ging das, wie gesagt, noch eine ganze Saison, bis ihr dann auch die Gartenarbeit zu schwer wurde. Aber diese Zeit hat sie oft genutzt, um an der frischen Luft zu sein und „etwas Sinnvolles zu tun„, wie sie immer sagte.

 

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