Rollator Garage

Viele Menschen haben sich für die Wohnung einen zweiten, schmalen Rollator zugelegt. Weil die Wohnungen oft zu eng sind, um mit einem normalen Rollator zu gehen, wurde ein spezieller Rollator für die Wohnung angeschafft. Der ist kleiner, schmaler und leichter als die Gehhilfe für draußen, außerdem kann er auch ganz spezifisch für den täglichen Gebrauch ausgewählt werden. Einige Rollatoren haben eine Sitzfläche aus Kunststoff anstatt Stoff oder Leder und auch eine Stofftasche ist nicht vorhanden. Damit ist er sogar geeignet, um mit ihm unter die Dusche zu gehen.

Rollator sichern

Der andere Rollator bleibt indessen vor der Wohnung stehen. Das wird meistens der Hausflur sein, oder  eventuell auch der Vorgarten, wo die Gehhilfe auf den nächsten Einsatz außerhalb der Wohnung wartet. Nun muß der Rollator aber gegen Diebstahl geschützt werden, denn wenn moderne Gehhilfen heute auch nicht mehr so teuer sind wie früher, gibt es immer Langfinger, die ihn zu Geld machen wollen.

Am einfachsten ist es, wenn er mit einem speziellem „Rollator – Schloß“ gesichert werden könnte. Allerdings gibt es solche Schlösser kaum, deshalb behelfen sich viele Menschen mit einem gewöhnlichem Fahrradschloss. Das mag eine Zeitlang gut gehen: Vor Langfingern ist man damit auf Dauer aber nicht abgesichert. Denn oft werden nur mittelmäßige Schlösser gekauft: entweder weil man für die Sicherheit nicht so viel ausgeben möchte, oder weil man es nicht kann.

Gute und teurere Fahrradschlösser machen es den Dieben schon schwerer, aber ganz sicher ist man damit auch nicht. Doch ich denke mir immer: Jemand, der etwas stehlen will, sucht sich ein Opfer, das ihm am wenigsten Widerstand entgegen setzt. Ist ein gutes Schloß vorhanden, kann das den Dieb schon abschrecken, weil es eben nicht die „schnelle Beute“ ist.

Eine Rollator Garage

Rollatorbox Rollatorgarage aus Metall

Rollator Box mit Boden und für Vorhängeschloss geeignet.
Bildquelle: Amazon*

Ja, so etwas gibt es tatsächlich: Eine Garage nur für den Rollator. Diese Garage, auch „Rollator-Box“ genannt, besteht aus Blech und besitzt keinen Boden. So kann die Gehhilfe schön trocknen, falls Sie einmal bei Regen unterwegs sein mußten. Eigentlich ist es eher ein Blechschrank, der aber so bemessen wurde, daß fast jeder handelsübliche Rollator dort unterkommt. Eine Ausnahme sind eventuell die sehr breiten XXL-Rollatoren, da müßte man schauen, ob sie vielleicht vorher gefaltet werden müssen.

Ich will Ihnen diese Rollatorbox nicht unbedingt empfehlen, sondern nur zeigen, daß es so etwas wirklich gibt. Denn oftmals besitzen diese Blechschränke nur ein einfaches Briefkastenschloß, das sich sehr leicht auch ohne Schlüssel öffnen läßt. Durch den fehlenden Boden braucht man die Garage nur anheben, und schon steht der Rollator frei (einige Hersteller haben statt des Bodens ein Metallkreuz eingeschweißt: Da funktioniert solch ein Diebstahl nicht).

Zum anderen finde ich diese Rollator-Boxen viel zu teuer, wenn man bedenkt, daß man einen gleich großen Werkstattschrank schon für den halben Preis bekommen kann.

Wenn Sie aber meinen, daß solch eine Garage optimal für Ihren Rollator wäre, sollten Sie ihn besser irgend wie am Fußboden festschrauben, am besten von innen. Und ein Schloß einbauen, daß diesen Namen auch verdient. Es gibt Rollatorboxen mit Vorrichtungen für ein Vorhängeschloss. Dieses Schloß sollte dann aber einen extra harten Bügel haben, damit es nicht mit jedem Bolzenschneider in Sekunden geknackt werden kann.